„Zukunft der Banken, Banken der Zukunft“: VSA-Symposium & Seminar in Frankfurt am Main

Stipendiaten und VSA werfen einen Blick in die Zukunft der Banken

 

 „Zukunft der Banken, Banken der Zukunft“: VSA-Symposium & Seminar in Frankfurt am Main

 

Als die Finanzkrise vor rund zehn Jahren die Welt erschütterte und die Börsenwerte der Banken pulverisierte, sahen viele Journalisten und Experten bereits das Ende der Banken gekommen – doch im Großen und Ganzen war es ihnen wider Erwarten gelungen, die Verwerfungen glimpflich zu überstehen. Heute, zehn Jahre später, scheint ein noch größeres Gespenst umherzugehen: die Digitalisierung. Jetzt geht es nicht mehr nur um das Überleben einzelner Banken, sondern um die zukünftige Gestaltung eines ganzen Geschäftsfeldes. Diesmal ist der technologische Wandel die zentrale Triebfeder: Fintechs greifen die einst mächtigen Geldhäuser auf ihren Geschäftsfeldern an; die Blockchain ist in aller Munde; Kryptowährungen wie Bitcoin faszinieren inzwischen nicht mehr nur Freaks und Kriminelle. Es mehren sich die Anzeichen, dass ein technologischer Wandel das Geschäftsfeld der Banken grundlegend verändert, neuen Akteuren Chancen bietet und damit die Frage aufwirft, wie wir uns die Zukunft der Banken vorzustellen haben. Dieser Frage widmete sich eine Kooperationsveranstaltung von Stipendiaten (AK Wirtschaft & Soziales, Hayek-Kreis und Initiative Entrepreneurship), Regionalbüro Wiesbaden der FNF sowie VSA, die am 8. und 9. Juni 2018 in Frankfurt stattfand.

 

Worauf gründet die oft zitierte Sonderstellung der Banken?

 

Welchen Wert haben Banken für die Gesellschaft? Mit dieser grundlegenden Frage eröffnete Hartmut Kliemt, Professor Emeritus für Philosophy & Economics an der Frankfurt School of Finance & Management die Veranstaltung. Banken hätten sich in der „alten Welt“ von Arbeitsteilung und Spezialisierung große gesellschaftliche Meriten verdient, indem sie Vertrauen schufen und Informationen beschafften. Man denke nur an die Beziehung zwischen Schuldner und Gläubigern; gleichzeitig vereinfachte das Bankwesen sämtliche Tauschbeziehungen. Erst auf der Basis dieser Dienstleistungen sei die Existenz entwickelter Volkswirtschaften überhaupt möglich gewesen, so Kliemt. Spieltheoretische Modelle würden zeigen, dass Anreizprobleme bei Krediten und Investitionen durch Banken gelöst werden. Nicht zuletzt sei in diesem Kontext auch die durch Banken ermöglichte Geldschöpfung ein bedeutender Faktor.

 

Diese positive Wahrnehmung der Banken änderte sich jedoch, als es ab den 1980er Jahren zu einer zunehmenden Verkettung des Finanzwesens kam und neue Finanzinnovationen entwickelt wurden. So habe der Begriff der financial weapons of mass destruction, der auf Warren Buffet zurückgehe, sein Drohpotential bis heute nicht verloren. In der heutigen Welt standardisierter Verträge und der All-Interdependenz des Wirtschaftssystems, sei dies ein großer Nachteil für die Reputation von Banken, da sich die Marktteilnehmer den Möglichkeiten der Risikostreuung und -begrenzung bewusst seien und sich dagegen versichern würden; Banken erlitten einen gewissen Bedeutungsverlust. Trotz eines Vertrauensverlusts wird den Banken aber auch heute noch ein ein Vertrauen entgegengebracht; daran müssten sich neue Kreditorganisationen wie PayPal, Amazon oder auch andere Blockchain-basierte Applikationen zu messen. Der Erfolg dieser Herausforderung sei abzuwarten. Darüber hinaus dürfe, trotz des weiterhin bestehenden Vertrauens in das Bankenwesen, der Reformbedarf nicht außer Acht gelassen werden. Die Gefährdung der Privatrechtsgesellschaft durch die „too big to fail“-Klassifizierung und der Anspruch einer Geldversorgung der Ökonomie – und nicht der Banken als solcher – müssten gewahrt bleiben.

 

Die Blockchain – was ist das und warum sollte uns das interessieren?

 

Darauf aufbauend befasste sich Luca Frignani, Research Assistant an der Frankfurt School of Finance, mit der in der öffentlichen Debatte immer wieder genannten Blockchain-Technologie, die von vielen Beobachtern als Auslöser disruptiver Veränderungen innerhalb des Banken- und Finanzsektors angesehen wird. Diese Erwartung gründet im Wesentlichen auf zwei Besonderheiten: Die Blockchain ermögliche erstens den Austausch von (Geld-)Werten mit dem Internet, was bisher so nicht möglich gewesen ist; hier vollziehe sich ein Entwicklungssprung wie jener von handschriftlichen Briefen zur E-Mail. Zweitens habe die Blockchain-Technologie das Potenzial, den Intermediär einer jedweden Wertübertragung – beispielsweise Banken – gänzlich überflüssig zu machen; die Übertragung wird in einem dezentralen und anonymen Netzwerk vollzogen, welches den Intermediär ersetzt; alle Transaktionen eines Vermögenswertes sind in einer Datenbank einsehbar, die für alle Blockchain-User zugänglichen ist. Man müsse sich vor Augen führen, dass es im wesentliche dieser Aspekt ist, welcher der Blockchain ihren disruptiven Charakter verleiht, die altbekannte Bankenlandschaft von Grund auf zu verändern – plötzlich lasse sich jede Art von Eigentum einfach und fälschungssicher auf einen neuen Eigentümer übertragen.

 

Wenn Probleme, wie die hohe Komplexität der Prozesse, die Geschwindigkeit der Transaktionen, der teilweise hohe Energieverbrauch sowie verbleibende Sicherheitsbedenken in der Anwendung überwunden werden können – und danach sähe es Stand heute aus –, gäbe es eine Vielzahl von neuen Anwendungen, die den Finanzdienstleistern große Konkurrenz machen könnten. In der Welt von morgen sähen sich Banken dann mit neuen Herausforderungen konfrontiert, z. B. Smart Contracts oder Möglichkeiten von Initial Public Offerings. Darüber hinaus könne die Blockchain auch gesellschaftspolitische Folgen haben: Ein möglicher Einsatzbereich sei beispielsweise der Gesundheitssektor. Auch die Transparenz und Nachprüfbarkeit beim Grundstückserwerb könnten verbessert werden. Die tatsächliche Anwendbarkeit der Blockchain in der Finanzindustrie, aber auch in diversen anderen Branchen, sei nur noch eine Frage der Zeit, so die optimistische Prognose von Frignani.

 

Blockchain und Demokratie – Utopie oder Dystopie

 

Mit dem Diskussionspunkt, inwieweit die Blockchain die Gesellschaft und damit unser Zusammenleben verändern kann, setzte Professor Dirk Helbing, Professor für Computational Social Science an der ETH Zürich die Veranstaltung am Samstagmorgen fort. Kernpunkt des Referats war Helbings These, dass es in Zukunft nicht mehr selbstverständlich sein würde, Geld durch Arbeit zu verdienen, weswegen eine Neuerfindung der herrschenden ökonomischen Ordnung notwendig werde. Die Blockchain könne eine solche Transformation ermöglichen, indem sie die Zukunftsvision einer sozialen Währung Realität werden lasse. In dieser Vorstellung könne, so Helbing, Geld erzeugt werden, indem beispielsweise die Umwelt mit dem Smartphone vermessen und die daraus resultierenden Daten miteinander geteilt werden würden; soziales Engagement und das Erreichen gesellschaftlich vordefinierter Ziele könnten direkt (via digitaler Gutschrift) belohnt werden. Ziel sei ein sozio-ökologisches Finanzsystem. Jene Gutschriften auf digitalen Konten könnte man dann beispielsweise zum Einkaufen nutzen – ein Ansatz, der Parallelen zum chinesischen Sozial-Punkte-System erkennen lässt und ebenso die dieses die elementare Frage aufwirft, inwiefern individuelle und wirtschaftliche Freiheiten gewahrt werden können.

 

Folgt man Helbing, so könne durch möglichst präzise Messungen und dezentrale Datensammlung eine digitale Planwirtschaft verhindert werden – mithin blieb er aber eine Antwort schuldig, wer festlegen soll, was erwünscht bzw. unerwünscht ist; außerdem kann die Präzision einer Messung nichts darüber aussagen, inwiefern die Komplexität sozialer Interdependenzen dadurch wie gewünscht erfasst werden kann, so dass auch ein von Helbing skizziertes System sich der Hybris planwirtschaftlicher Fehlsteuerungen mit freiheitsbeschränkenden Elementen nicht plausibel entledigen kann. Helbing gab sich indessen überzeugt, dass durch Beschreiten dieses Weges zum ersten Mal ein Wirtschaftssystem geschaffen werden könne, das sowohl soziale und ökologische Aspekte berücksichtige und gleichzeitig effizient sei; ein zentrales Management knapper Ressourcen sei dabei überflüssig, weil alles dezentral via Blockchain abgewickelt werden könne.

 

Das Symposium

 

Höhepunkt der Veranstaltung war das VSA-Symposium. Zum Thema ‚Zukunft der Banken, Banken der Zukunft: Eine Branche im Umbruch‘ brachte der VSA eine interessante Mischung unterschiedlicher Experten zusammen: einen medienbekannten Fintech-Gründer, Dr. Yassin Hankir, eine Rechtsanwältin und Unternehmensberaterin mit dem Schwerpunkt Banken und Human Resources, Dr. Anja Marzuillo, einen Director im Bereich Cash Management Business der Deutschen Bank, Dr. Matthäus Sielecki, sowie den finanzpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion der Freien Demokraten, Dr. Florian Toncar MdB – die Moderation übernahm Mark Fehr von der WirtschaftsWoche.

 

Gleich zum Auftakt stand das Thema Blockchain im Mittelpunkt. Und das zu Recht, wie Sielecki betonte, der für spätestens Ende 2019 den großen Durchbruch dieser Technologie prophezeite. So arbeite die Deutsche Bank beispielsweise gerade daran, mithilfe der Blockchain eine Plattform für Handelstransaktionen zu lancieren. Während noch heute ein Großteil der Dokumentationspflichten händisch und mit Papier bearbeitet wird, verspreche die Blockchain eine immense Zeitersparnis. Eine Entwicklung, welche die Frage aufwarf, wie mit Mitarbeitern umzugehen sei, deren Jobs dadurch wegrationalisiert werden. Frau Marzuillo wies diesbezüglich eine allzu pessimistische Sichtweise sogleich rundweg  zurück: Massenarbeitslosigkeit sei durch diese Entwicklung nicht zu erwarten, vielmehr müsse man die Mitarbeiter durch den Wandel begleiten und den persönlichen Veränderungswillen dieser ansprechen, der im Übrigen auch nicht vom Alter, sondern von der individuellen Perspektive abhänge. Ein nutzenstiftendes Klima im betrieblichen Umfeld könne sehr viel dazu beitragen, die Mitarbeiter für Neuerungen zu begeistern. Dies gelte nicht zuletzt auch für die Arbeitnehmervertretung, die tendenziell diese Veränderungen eher mit Zurückhaltung begleitet, aber eben genau dann mitgenommen werden könne, wenn Veränderungen zu konkreten Verbesserungen der Angestellten im Alltag führen; es gelte, den Nutzen für jeden einzelnen herauszustellen. Dass technologische Veränderungen Nutzen für Viele stiften können und Jobverluste häufig die Begleiterscheinung von qualitativen Verbesserungen der Arbeitswelt sind, findet bei der Politik nur verhaltenen Widerhall; hier gelten noch die bekannten, althergebrachten Denkschubladen, wie Toncar von einem Frühstück für MdBs zum Thema Blockchain zu berichten wusste: die GRÜNEN fragten nach dem Energieverbrauch; die SPD sorgte sich um die Steuereinnahmen; die UNION hatte Probleme damit, dass das Monopol nicht beim Staat liegt; nur die FDP, die fragte erst mal nach den Chancen.

 

Chancen im Umbruch bedeuten jedoch zunächst einmal Veränderungen für viele Wähler und diese schaffen bekanntlich häufig auch eine Nachfrage nach politischer Aktivität – so stellt sich dann eben doch die ernsthafte Frage, ob und wie sich die Politik verhalten solle. Toncar sprach sich dafür aus, die Menschen in die Lage zu versetzen, mit den Neuerungen zurechtzukommen – Stichwort bessere Bildung und lebenslanges Lernen. Gleichzeitig war er aber überzeugt, dass das Problem in der aktuellen Debatte etwas überbewertet werde: so würde die demographische Entwicklung einer steigenden Arbeitslosigkeit entgegenwirken und die technologische Lücke sei insbesondere für Mitarbeiter in Banken weit geringer als gedacht; immerhin müssen diese schon heute mit einer komplexen IT agieren, so dass sie gute Voraussetzungen für die Welt von morgen hätten. Die Rückholaktionen durch Banken von Rentnern, die noch in COBOL programmieren können, ist dafür nur ein Beispiel. Was die staatliche Förderung von Start-Ups betrifft, war Hankir dann überraschenderweise wesentlich skeptischer, als man hätte erwarten können: viele staatliche Förderprogramme seien ihm viel zu bürokratisch und umständlich; statt das eigene Produkt weiterzuentwickeln müsse viel Zeit in das Ausfüllen von Anträgen gesteckt werden. Zeit, die einem dann fehle, das eigene Produkt zu entwickeln. Außerdem würde Fördergeld immer auch eine negative Selektion begünstigen. Wenn die Politik ernsthaft helfen wolle, forderte Hankir eine Klarstellung finanzrechtlicher Regulierung, denn insbesondere Fintechs würden häufig in einer rechtlichen Grauzone agieren; hilfreich wäre ein offener Dialog mit der BAFIN bezüglich Regulierung. Und ganz generell würde es helfen, wenn Unternehmensgründungen in Deutschland schneller und einfacher vonstatten gehen könnten.

Doch woher kommt der Wandel überhaupt? Dr. Hankir, der selbst als Fintech-Gründer die großen Player der Branche zu ärgern versucht, wies die Vorstellung zurück, Häuser wie die Deutsche Bank seien überhaupt zu großen Innovationssprüngen fähig; ihnen fehle schlichtweg das entsprechende Mindset. So habe sich nur deren PR verändert und das Design des Online-Bankings wurde etwas aufgehübscht – die wahren Innovationstreiber der vergangenen Jahre seien hingegen längst die großen Technologiekonzerne (Alipay in Asien, PayPal, Apple etc.); im Übrigen lägen die wichtigsten Patente für die Blockchain gar nicht bei den Banken. Auch Marzuillo, die selbst zahlreiche Banken von innen kennt, ist davon überzeugt, dass viele dort die Zeichen der Zeit erst sehr spät erkannt haben und vermeintliche Neuerungen wie eine CDO-Rolle – Chief Digital Officer – nur ein Symbol darstellen. Fragen der Digitalisierung seien eine zentrale Aufgabe des gesamten Managements. Punkt. Was die angesprochenen Probleme der Veränderungen in großen Organisationen betrifft, verwies Sielecki indessen auch auf eine inhärente Anreizproblematik: solange klassische Bereiche noch genügend Geld abwerfen, sei es eben schwierig, Investitionen in das Unbekannte und Neue umzulenken; und schneller als von vielen gedacht, habe man dann plötzlich den Anschluss verloren. Ein Problem, das Hankir dem kurzfristigen Gewinnstreben zuschrieb. Erschwerend komme bei alledem noch hinzu, dass Zeiten des Umbruchs und Zeiten des Neuen eben auch immer Zeiten für kleinere und größere Fehler sind – doch große Unternehmen seien mit ihren Anreizstrukturen grundsätzlich Fehlerfeindlich; Sielecki forderte daher stellvertretend für alle großen Unternehmen eine größere Fehlertoleranz für Mitarbeiter. Nur wenn man im mittleren Management auch mal Fehler machen dürfe, die nicht gleich die eigene Karriere ruinieren, könne Innovation gedeihen; Marzuillo plädierte ausdrücklich für eine konstruktive Fehlerkorrektur.

 

Zum Abschluss des Symposiums warf die Runde dann einen Blick auf die möglichen Geschäftsmodelle der Zukunft. Im Mittelpunkt standen dabei ganz eindeutig ‚Daten‘, welche allenthalben anfallen. Hankirs‘ Savedroid generiert beispielsweise aus den Zahlungen seiner Nutzer Empfehlungen, um zukünftig Geld sparen zu können; durch eine Verbindung mit Check24 kann Savedroid dem Nutzer einen billigeren Stromtarif vorschlagen, den man via App gleich buchen kann. Sielecki berichtete von einem Vorhaben, dass die Auslastung der Maschinen von Mittelständlern automatisch mit deren Kreditlinie verbindet. Das Ganze erinnert somit ein wenig an die Veränderungen der Arbeitswelt vor rund 30 Jahren, als die Computer zum Siegeszug durch die Büros ansetzten und viele Arbeitsplätze vernichteten – doch wer würde heute ernsthaft den Zeiten hinterhertrauen, als in stupidem Akkord händisch gebucht werden musste? Insofern hat es etwas sehr zuversichtliches, dass Marzuillo zum Abschluss betonte, dass die technologischen Veränderungen bisher meistens dazu beigetragen haben, die Qualität der Arbeit signifikant zu verbessern. Wer möchte sich da nicht auf die Arbeitswelt von morgen freuen; von der Nutzerperspektive ganz zu schweigen.

 

Meet and Mingle with Startups

 

Unter der Moderation von Michael Schaich, Promotionsstipendiat der FNF, bot sich den Teilnehmern noch die einmalige Gelegenheit, Fintechs und ihre Gründer näher kennenzulernen. Gekommen waren Friedhelm Schmitt von Fincite, Michael Duttlinger, Mitbegründer von Cashlink und Yassin Hankir, Gründer von Savedroid. Fincite stellt großen Banken, Versicherungen und Vermögensverwaltern die Technik für Robo-Advisory, also der automatisierten Anlage von Geld in ETFs, zur Verfügung. Cashlink bietet Unternehmen sogenannte Peer-to-Peer-Payments an. Unter zu Hilfenahme eines Zahlungslinks kann, ähnlich wie bei Paypal, mit einem Zahlungslink Geld per Lastschriftverfahren gesendet und empfangen werden, wobei im Gegensatz zu anderen Anbietern keine Software installiert werden muss. Savedroid ist indessen eine kryptowährungsbasierte Spar-App. Hankir war unter anderem durch eine, von Investoren kritisch aufgenommene PR-Aktion, bekannt geworden, bei der er sein eigenes Abtauchen vorgetäuscht hatte, um auf die schwache Regulierung und die Gefahren für Anleger im Kryptowährungsmarkt aufmerksam zu machen. Mit einigen spannenden Anekdoten aus der neuen, digitalen Welt und vielen interessanten Anregungen zu Startups, Fintechs und Blockchain, endete das Seminar. Am Abend traf man sich dann im gediegenen Ambiente Bad Sodens zum Ball der Stipendiaten und Altstipendiaten.

 

Zusammenfassung

 

Zusammenfassend blicken wir auf sehr lehrreiche und spannende Tage in Frankfurt zurück; wir danken insbesondere dem Regionalbüro Wiesbaden der FNF für die wunderbare Zusammenarbeit und Unterstützung. Nachdem wir die gesellschaftliche Bedeutung der Banken für unsere Gesellschaft näher untersucht hatten, beschäftigten wir uns mit der Entwicklung der Blockchain und den von ihr abzuleitenden wirtschaftlichen wie auch politischen Implikationen. Es wurde deutlich, dass die Nutzung der Technologie durch etablierte Player und durch die immer stärker auf den Markt drängenden Fintechs, Veränderungen auslöst, die in Zukunft neue Herausforderungen schaffen werden. Dass die Blockchain insbesondere in der Finanzindustrie ihr disruptives Potenzial freisetzt, ist in dieser Hinsicht abzusehen. Das Ausmaß der Veränderung, vor allem für das gesellschaftliche Zusammenleben, bleibt jedoch abzuwarten.

 

Florian Hey, AK Wirtschaft & Soziales

Christian Huß, Geschäftsführer des VSA